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Münchner Sicherheitskonferenz: Resilienz als Unternehmensaufgabe

Dienstag, 10. Februar 2026

Wie können sich Wirtschaft und Staat angesichts hybrider Angriffe gemeinsam resilient aufstellen? Eine Studie des Beratungsunternehmens Strategy& in Kooperation mit der BAKS liefert dazu anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 Vorschläge für Unternehmen, Politik und Behörden.

Aus dem Fahrstand einer Lokomotive fällt der Blick auf ein Gleisfeld mit zahlreichen Eisenbahnwaggons bei Nacht, das mit Flutlicht beleuchtet wird.

Unternehmen sind permanent gefordert, sich gegen Bedrohungen wie Cyberangriffe und Sabotage zu wappnen - zum Beispiel im Güterverkehr der Deutschen Bahn. Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Ob Energie, Verkehr, Kommunikation, Gesundheitsversorgung oder Logistik: Für das Funktionieren Deutschlands als Gemeinwesen sind Unternehmen ein zentraler Pfeiler. Doch schon der Normalbetrieb ist heute von hybriden Angriffen geprägt. Cyberattacken auf Kritische Infrastruktur, gezielte Desinformationskampagnen und Sabotage von Lieferketten treffen Unternehmen unmittelbar. BAKS-Vizepräsident Markus Woelke betont, dass diese Angriffe über die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit hinaus auch auf das Demokratievertrauen zielten: „Fährt der Zug? Ist die Anmeldeseite online? Wird das Wasser warm? - Vertrauen in Politik und Zusammenhalt der Gesellschaft fußen letztlich auf solchen Fragen“, so Woelke. Unternehmen seien somit bereits im alltäglichen Betrieb permanent gefordert, sich resilient aufzustellen.

Cover der Studie Business into Breach des Unternehmens Strategy& von 2026
Die von Strategy& vorgelegte Studie zur Rolle der Wirtschaft für nationale Resilienz und zivile Verteidigung ist hier verfügbar. Grafik: Strategy&

Vorschläge, wie das in Zusammenarbeit mit Bund, Bundesländern und Kommunen gelingen kann, liefert eine Studie des Beratungsunternehmens Strategy& in Kooperation mit der BAKS, die unter dem Titel Business into breach auf einem Side Event zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 diskutiert wird.

Unternehmen empfiehlt die Studie, Resilienz zur Managementsache zu machen – mit klaren Verantwortlichkeiten, direkter Anbindung an die Geschäftsführung und strategischer Einbettung in Governance-Strukturen. Es gehe nicht um Notfallpläne in der Schublade, sondern um gelebte Krisenvorsorge: regelmäßige Übungen, funktionsfähige Kommunikationsketten und cross-sektorale Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden.

Staatlicherseits sei die Schaffung eines nationalen Lagebildes erforderlich, das Daten aus Behörden, Wirtschaftsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenführt. Ebenso bedürfe es verstärkter Anreize zum Einbezug von Unternehmen in Krisenübungen, bei denen auch das gleichzeitige Auftreten mehrerer kritischer Belastungsfaktoren simuliert wird. Zudem solle der Nationale Sicherheitsrat im Bundeskanzleramt eine stärkere Koordinierungsrolle zur bundesweiten Resilienzbildung einnehmen.

Eine Registrierung zur Teilnahme an dem Side Event ist online bei Strategy& möglich.