Historie

Die Bundesakademie wurde 1992 durch den Bundessicherheitsrat gegründet und hatte ihren ersten Sitz in der „Rosenburg“ in Bonn. Im Jahr 2004 zog sie in die Schlossanlage Schönhausen im Berliner Bezirk Pankow um und übernahm dort die Kanzleigebäude des ehemaligen Präsidialamts der DDR.

Dieses Gebäudeensemble spielte für die jüngere Entwicklung Deutschlands eine maßgebliche Rolle: Im großen Saal diskutierte 1989/90 die DDR-Opposition mit der Staatsregierung am Zentralen Runden Tisch. Danach fanden hier zwei Runden der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen statt, die den Weg für die Wiedervereinigung bereiteten. Das Gesprächszentrum von damals wird heute „Historischer Saal“ genannt. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnete dort am 19. März 2004 die Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

Pankow ist der bevölkerungs- und kinderreichste Stadtteil Berlins. Mitten darin zeigt sich die Bundesakademie offen und bürgernah. Dies manifestiert sich auch im jährlichen Pankower Kunstfest, an dem sich die Akademie seit Jahren prominent beteiligt: Das Außengelände wird für Theatervorführungen und Kunststände bereitgestellt, der Historische Saal zwei Tage lang für Konzerte der örtlichen Musikschule geöffnet.

Darüber hinaus bietet die Akademie rund ums Jahr im Rahmen des „Schönhauser Forums“ auch sicherheitspolitische Vorträge für die Öffentlichkeit an.  Zusammen mit dem „Kulturring in Berlin e.V.“ und dem „Verein Für Pankow e.V.“ veranstaltet die Bundesakademie regelmäßig die „Schönhauser Lesung“, in der Autoren und Referenten das lokale und geschichtliche Umfeld der Schlossanlage behandeln.