Kamp: Politik in Zeiten der Abschreckung

Mittwoch, 20. April 2016

Großmanöver der NATO in Niedersachsen mit mehr als 2.000 Soldaten: BAKS-Präsident Kamp analysiert im Interview mit dem Nordwestradio die dahinterstehende politische Botschaft.

Lkws der Bundeswehr fahren auf ein Fährschiff.

Die Verlegung von Truppen und Material gehört zum Kerngeschäft militärischer Manöver. Hier im Bild: der Rücktransport deutscher Luftabwehrkräfte aus der Türkei Ende 2015.
Foto: Bundeswehr/Torsten Meynle

In Bremen und Niedersachsen findet derzeit ein Großmanöver mit Soldaten aus 12 Nationen und mehr als 400 Militärfahrzeugen statt. "Joint Derby 16" übt dabei Verfahren zur Verlegung von Truppen in ein mögliches Einsatzgebiet.

"Wir sind wieder in der Artikel-5-Welt angekommen", sagte Akademiepräsident Karl-Heinz Kamp und thematisierte damit die veränderte Bedrohungslage durch die russische Annexion der Krim 2015 und das Rückbesinnen auf den Bündnisfall auf Grundlage des NATO-Vertrages.

Neben dem Trainieren und Üben von militärischen Verfahren, um die Verteidigungsfähigkeiten wiederherzustellen, dienen solche Manöver auch einem Grundprinzip der NATO: Abschreckung möglicher Aggressoren und Rückversicherung gegenüber den Verbündeten, so Kamp weiter.

Das ganze Interview können Sie hier nachhören.

Autor: Andreas Feld