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Montag, 1. August 2016

Soldat mit Hund

Soldat mit Hund: Diensthunde könnten bei terroristischen Bedrohungen zum Einsatz kommen. (Foto: Bundeswehr/Rimmele)

Um noch besser auf aktuelle Ereignisse eingehen zu können, will die Bundesakademie für Sicherheitspolitik die Möglichkeiten von Social Media noch intensiver nutzen. Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Co. Dort finden Sie auch Lipickis Logbuch, den Blog unseres Pressesprechers.

Eine Kostprobe:

Neulich war ich als Reserveroffizier in Uniform unterwegs. In Berlin. In den Abendstunden. Manche Menschen guckten mich abweisend an. Es war die Zeit vor den jüngsten Anschlägen. Als ich zu Hause ankam und meiner Frau davon erzählte, sagte sie: Mach Dir nichts daraus. Irgendwann werden die Menschen sich freuen, wenn sie jemand in Uniform sehen. Dann werden sie sich sicherer fühlen.

Da ist was dran. In Deutschland stehen viele Menschen dem Staat und seinen Bediensteten oft kritisch gegenüber. Auch und vor allem den Sicherheitskräften. Aus unserer Geschichte ist das zumindest nachvollziehbar. Paradoxerweise haben Polizei und Bundeswehr zugleich ein gutes Image in der Bevölkerung. Aber richtig zu schätzen, wissen viele die Sicherheitskräfte erst, wenn sie sich selbst gefährdet oder bedroht fühlen.

Deshalb ist es gut, dass über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren offen und konstruktiv in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Nicht erst im Ernstfall brauchen die Sicherheitskräfte die erforderliche Akzeptanz für ihre Handlungsmöglichkeiten. Wer will, dass die Bundeswehr in Ausnahmesituationen in den verfassungsrechtlich gesteckten Grenzen eine echte Unterstützung der Polizei sein soll, der muss diese Option heute vorbereiten.

Denn im Ernstfall geht es darum, Leben zu retten.