+++ Lipickis Logbuch +++ 23.11. +++ Bye bye BAKS +++

Mittwoch, 23. November 2016

+++ Lipickis Logbuch +++ 23.11. +++ Bye bye BAKS +++

Anschlag auf Bundeswehr Showroom

Kommunikation in der Sicherheitspolitik: Nicht unbedingt einfach, aber unbedingt notwendig (Foto: Bundeswehr)

Das Foto hat Symbolkraft: Als vor gut einem Jahr, im September 2015, ein Farbbeutel-Anschlag auf den Showroom der Bundeswehr in Berlin-Mitte verübt wurde, da stellten die Jugendoffiziere kurzerhand ein Plakat auf die Straße mit der Aufschrift "Wir kämpfen auch dafür, dass Du gegen uns sein kannst." Viele Menschen hat dieses Foto bewegt. Auch mich. Kein Wunder, dass das Foto in den Sozialen Medien unzählige Male weitergegeben wurde.

Sicherheitspolitik ist kein einfaches Thema. Und es ist auch keines, mit dem sich Menschen gerne beschäftigen. Das kann nicht überraschen, geht es doch sehr bald um existenzielle, zumindest aber bedrohliche Fragen. Und nicht immer gibt es Antworten, die jeden sofort zufrieden stellen. Und trotzdem steht Sicherheitspolitik zunehmend auf der öffentlichen Agenda, wird sie zum Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Nicht, weil wir wollen, sondern weil wir müssen. Denn die Welt, so wie wir sie lange kannten, scheint aus den Fugen geraten zu sein.

Lipicki

Christian Lipicki (Foto: privat)

Deshalb bin ich vor zwei Jahren gerne an die Bundesakademie für Sicherheitspolitik gekommen. Sicherheitpolitik ist zu wichtig und zu relevant, als dass sie Experten alleine vorbehalten sein sollte. So haben wir uns hier ans Werk gemacht. Die Pressearbeit der Bundesakademie ist erheb­lich aktiver geworden, der Webauftritt ist modern, die Arbeitspapiere sind stark nachgefragt und über Facebook und Twitter erreichen wir eine wachsende Netzgemeinde. Zudem gibt es eine ganze Reihe von neuen Veranstaltungen wie die Bürgerdialoge, die Medientage und einen Politischen Frühschoppen. Vieles wurde getan, noch mehr wäre besser.

Ich freue mich, dass ich an diesem intensiven Diskurs mitwirken durfte. Wir müssen mehr über Sicherheitspolitik sprechen, wir müssen Argumente gegeneinander abwägen und ehrlich über Interessen und Handlungsoptionen diskutieren.  Demokratie lebt davon, dass Menschen aktiv am politischen Geschehen beteiligt sind und notwendige politische Entscheidungen begrüßen oder wenigstens akzeptieren können.

Ich selbst werde die Diskussion nun von anderer Stelle aus begleiten. Meine Zeit als Sprecher in der Bundesakademie war von Anfang an begrenzt. Und nun ist es Zeit, mich neuen Aufgaben im Ministeriumsbereich zu widmen. Natürlich werde ich in "Lipickis Logbuch" weiterhin sicherheitspolitische Themen einordnen. Das ist eine Herzenssache.

Aus meiner Arbeit an der Bundesakademie weiß ich, wie wichtig dieser Ort des strategischen Denkens und der sicherheitspolitischen Vernetzung ist. Halten Sie der Akademie die Treue. Und nutzen Sie die Informationsangebote, die sie bietet. Vor allem: Wenn Sie die Informationen gut finden, dann empfehlen Sie die BAKS weiter.

Autor: Christian Lipicki

--- - Christian Lipicki leitete die Kommunikation der BAKS bis Ende Dezember 2016. Der Blog gibt seine persönliche Meinung wieder. Er erscheint auch auf http://www.facebook.com/lipicki