Junge Sicherheitspolitiker und Beirat zu BAKS-Positionierung

Mittwoch, 21. September 2016

Frische Ideen treffen auf Erfahrung: Am 19. September 2016 hatte der Beirat der Bundesakademie die Mitglieder des Arbeitskreises "Junge Sicherheitspolitiker" zur Diskussion in die Berliner Repräsentanz Berlin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit eingeladen.

Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik mit Mitgliedern des Arbeitskreises „Junge Sicherheitspolitiker“

Der Beirat der BAKS diskutierte mit dem Arbeitskreis "Junge Sicherheitspolitiker" über die Rolle der BAKS in der Politikvermittlung. Fotos: BAKS

Welchen Beitrag kann die Bundesakademie für Sicherheitspolitik zum öffentlichen sicherheitspolitischen Diskurs leisten? Wie erreicht die BAKS ihre Zielgruppen noch besser? Wo verläuft die Grenze zwischen Information und Meinung? Angesichts einer Zeitenwende in der medialen Politikvermittlung und eines sich immer weiter polarisierenden politischen Diskurses in Deutschland und Europa stellten die "Jungen Sicherheitspolitiker" Sebastian Feyock, Veronika Drews-Galle und Martin Debusmann dem Beirat und Vertretern der Leitung der BAKS in der Berliner Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ihre Ideen für die künftige Arbeit der Akademie vor und zur Diskussion.

Soziale Medien als Informationsquelle?

Der Beirat und die "Jungen Sicherheitspolitiker" waren sich einig: Im Zeitalter von Facebook, Twitter, Online-Foren, Blogs und Youtube stehen Politik und Politikvermittler sowie die BAKS vor völlig neuen Herausforderungen. Kann über komplexe Sachverhalte wie hybride Kriegsführung mit 140 Zeichen getwittert und dadurch umfassend informiert werden? Wie gewinnen Fakten gegenüber Einzelmeinungen von Bloggern wieder die Oberhand? Auf welchen Kanälen sollte die BAKS präsent sein, um so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zu erreichen? Welche Veranstaltungsformate treffen den Zeitgeist? Was unterscheidet die Rolle der BAKS von klassischen Think Tanks? Die "Jungen Sicherheitspolitiker" wie auch die Beiratsmitglieder diskutierten ausführlich die Brückenfunktion, die die BAKS zwischen Politik, Fachexperten und Bürgern einnehmen kann. Thematisiert wurde dabei auch der Vertrauensverlust in etablierten Organisationen, wie die Europäische Union oder öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten.

Eine neue Debattenkultur?

Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium der Verteidigung haben in den vergangenen zwei Jahren mit dem Review Prozess und dem Weißbuchprozess erstmals Strategieprozesse partizipativ gestaltet und die Öffentlichkeit gezielt eingebunden. Neben dieser Öffnung der Institutionen der Bundesregierung wurden auch weitere Möglichkeiten erörtert, den sicherheitspolitischen Diskurs noch stärker in die Gesellschaft hineinzutragen. So wird es künftig besonders wichtig sein, Kontroversen in Debatten größeren Raum zu bieten als auch breiter in der Kontroverse zu werden. Dass die diesen Debatten zugrundeliegenden sicherheitspolitischen Herausforderungen absehbar eher zunehmen werden, verdeutlichte ein gemeinsamer Blick auf die Zukunftsthemen wie Cyberwar oder der Umgang mit der Erosion der internationalen Ordnung.

Sowohl die Beiratsmitglieder als auch die Mitglieder des Arbeitskreises "Junge Sicherheitspolitiker" empfanden den Austausch über Institutionen- und Altersgrenzen hinweg als enorm bereichernd und beispielgebend für das, was die BAKS kennzeichnet. Insofern stellte die gemeinsame Diskussion den Startpunkt für eine Reihe zukünftiger Zusammentreffen dar.

Autorin: Julia Döhrn