Get Together 2018: Führungskräftenachwuchs frühzeitig vernetzen

Donnerstag, 25. Januar 2018

Am 17. Januar kam der Führungskräftenachwuchs des Auswärtigen Amts, des Verteidigungs- und des Entwicklungsministeriums zum alljährlichen „Get together“ an der BAKS zusammen.

Mehrere Personen in Anzügen und Uniform stehen beieinander und unterhalten sich.

Im Zentrum des Get Togethers stehen Austausch und Vernetzung über das eigene Ressort hinaus. Beides trägt entscheidend zur Realisierung des vernetzten Ansatzes in der täglichen Arbeitspraxis deutscher Sicherheitspolitik bei. Foto: BAKS/Felten

„Über Sicherheitspolitik kann man streiten, man muss allerdings wissen, wovon man redet“, so der Präsident der BAKS, Dr. Karl-Heinz Kamp zum Auftakt des diesjährigen Get together. In der heutigen Zeit, die von vielen Großkrisen geprägt ist, sei es umso wichtiger, ressortübergreifend über Sicherheitspolitik zu diskutieren, um einen Konsens zu finden.

Ein Mann im Anzug steht an einem Rednerpult und spricht.

Christian Hannemann stellte den 72. Attachélehrgang des Auswärtigen Amts vor.
Foto: BAKS/Felten

Ebenso betonte der Leiter Lehre der BAKS, Dr. Martin Schuldes, die Notwendigkeit einer frühzeitigen Vernetzung sicherheitspolitisch relevanter Personen, um die Zusammenarbeit zu stärken: Womit befassen sich andere Ministerien und Behörden? Wie arbeiten die dortigen Kolleginnen und Kollegen? Und wo finde ich Ansprechpartner?

Blick über den Tellerrand

Aus diesem Grund hat das Get together in diesem Jahr ein neues Format erhalten, welches den rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewusst noch mehr Gelegenheit zum informellen Austausch und Kennenlernen eröffnete. Beteiligt waren in diesem Jahr der 72. Attachélehrgang des Auswärtigen Amts, der 13. Streitkräftegemeinsame Lehrgang General- und Admiralstabsdienst des Verteidigungsministeriums sowie Referentinnen und Referenten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie alle werden darauf vorbereitet, als Führungskräfte in den verschiedensten Themengebieten, Tätigkeitsfeldern und Orten der Welt zu fungieren.

Zwei Frauen stehen am Rednerpult und sprechen.

Henriette Kötter und Dr. Katja Weigelt sprachen stellvertretend für ihr BMZ-Kollegium.
Foto: BAKS/Felten

Mit viel Humor griffen die Vortragenden der drei Institutionen Klischees auf, die oftmals mit ihren Häusern in Verbindung gebracht werden – nicht aussterbende Beispiele solcher Vorurteile sind etwa der schroffe Offizier, die steife Diplomatin oder der verträumte Entwicklungsreferent. So humorvoll sich der Auftakt gestaltete, bot die anschließende Kennenlernphase Gelegenheit, solche Stereotypen zu hinterfragen, neue Einblicke zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen.

Bewährter Austausch mit neuem Format

Ebenfalls beteiligt war der Arbeitskreis „Junge Sicherheitspolitiker“, dessen Vorsitzender Christian Klein die Ziele und Aktivitäten dieses Förderungsformats an der BAKS vorstellte. Der Arbeitskreis bezieht einen regelmäßig wechselnden Kreis von Nachwuchsführungskräften aus Politik, Wissenschaft, Behörden und Gesellschaft in die Arbeit der BAKS ein, um ein praxisnahes Verständnis von Sicherheitspolitik zu vermitteln.

Ein Mann in Uniform steht am Rednerpult und spricht.

Major Kai Domack repräsentierte den 13. Streitkräftegemeinsamen Lehrgang General- und Admiralstabsdienst der Bundeswehr.
Foto: BAKS/Felten

Auf ausdrücklichen Wunsch des Auswärtigen- , des Verteidigungs- und des Entwicklungs-ressorts nach stärkerer Vernetzung des Personals hat sich das Get Together als eine feste Größe zum Jahresauftakt im Tagungs-programm der BAKS etabliert. Die Teilnahme ist exklusiv den Angehörigen der betreffenden Lehrgänge und Laufbahnen vorbehalten.

 

Autorinnen: Janina Wietschorke
und Jana Müller