Generationswechsel beim Arbeitskreis „Junge Sicherheitspolitiker“

Freitag, 20. April 2018

Im Rahmen der 3. Jahresklausur des Arbeitskreises „Junge Sicherheitspolitiker“ wurde die Gründungsgeneration von 2015 offiziell verabschiedet. Zusätzlich befassten sich die „Jungen Sicherheitspolitiker“ mit den sicherheitspolitischen Implikationen autonomer Waffensysteme.

Zahlreiche junge und geschäftliche gekleidete Menschen stehen auf einem Podium und blicken zum Betrachter.

Die 3. Jahresklausur der "Jungen Sicherheitspolitiker" verabschiedete erstmals Alumni aus der Gründungsgeneration des Arbeitskreises. Foto: BAKS/Mochow

Drei Jahre nach der Gründung des Arbeitskreises „Junge Sicherheitspolitiker“ haben BAKS-Präsident Dr. Karl-Heinz Kamp, der Vorsitzende des BAKS-Freundeskreises Brigadegeneral a.D. Armin Staigis und der Vorsitzende der „Jungen Sicherheitspolitiker“ Christian Klein die Gründungsgeneration des Arbeitskreises am 13. April 2018 feierlich verabschiedet. „Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis ist auf drei Jahre begrenzt, um die Gruppe am Puls der Zeit zu halten und regelmäßig neue Persönlichkeiten einzubeziehen“, sagte der BAKS-Präsident. Kamp betonte, dass der Arbeitskreis nicht nur eine gute Idee, sondern vor allem dank des Engagements der Mitglieder und des Freundeskreises der BAKS ein großer Erfolg sei.

Ein Mann im anzug steht an einem Pult und spricht in ein Mikrofon.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Christian Klein stellte die Bedeutung frühzeitiger Vernetzung im Beruf heraus. Foto: BAKS/Mochow

Christian Klein hob in seiner Rede die Bedeutung frühzeitiger Vernetzung hervor: „Beruflich-fachlicher Austausch sollte nicht erst im fortgeschrittenen Karrierestadium beginnen, sondern so früh wie möglich. Die „Jungen Sicherheitspolitiker“ bieten dafür einen guten Rahmen“, so Klein. Auch betonte er den hohen Stellenwert der Interdisziplinarität, durch welche sich die „Jungen Sicherheitspolitiker“ ebenfalls auszeichnen. Besonders vor dem Hintergrund des umfassenden Sicherheitsbegriffs sei diese eine zwingende Notwendigkeit bei der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen, führte Klein aus.

eine geschäftlich gekleidete Frau steht an einem Pult und spricht in ein Mikrofon.

Dr. Hannah Neumann gehört zur Gründungsgeneration des Arbeitskreises. In Ihrer Rede blickte sie auf drei Jahre intensiver Zusammenarbeit zurück. Foto: BAKS/Mochow

Dr. Hannah Neumann und Sebastian Feyock sprachen für den Kreis der insgesamt zwölf ersten Alumni des Arbeitskreises über die Zusammenarbeit der vergangenen drei Jahre. Für die nun scheidenden Mitglieder sei die Zeit bei den „Jungen Sicherheitspolitikern“ eine besondere gewesen. Vor allem hätten sich über die die inhaltliche Arbeit hinaus die Angehörigen auch als Team zusammengefunden und eine nachhaltige Vernetzung für die Zukunft ermöglicht. Ob hochkarätiges Hintergrundgespräch in einem Ministerium oder gemeinsamer Flug mit einer Transall-Transportmaschine der Luftwaffe – der Rückblick biete zahlreiche Highlights. Als Zeichen des Dankes überreichten die Alumni einen Wimpel an Dr. Kamp und als Maskottchen einen „BAKS-Dachs“ an ihren Vorsitzenden Klein.

Erster Arbeitsschwerpunkt für 2018

Ein Mann im Anzug steht an einem Pult und spricht in ein Mikrofon.

Auch Sebastian Feyock zählt zu den ersten Alumni des Arbeitskreises und sprach seinen Dank für neue fachliche Einblicke und den erlebten Teamgeist aus. Foto: BAKS/Mochow

Auf den Festakt folgte am 14. April die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem der Zukunftsthemen der sicherheitspolitischen Debatte: autonome Waffensysteme. Dr. Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München führte den Arbeitskreis als Experte in die komplexen politischen, völkerrechtlichen, ethischen und technischen Dimensionen dieses Themas ein. Sauer betonte besonders die Herausforderung einer effektiven Rüstungskontrolle, welche auch trotz der rasanten Entwicklung der Technologie noch möglich sei. Er stellte heraus, dass man vor dem Hintergrund der technischen Entwicklungen treffender von „Autonomie in Waffensystemen“ sprechen sollte, da solche bereits existieren, jedoch der unterschiedlich ausfallende Autonomisierungsgrad entscheidend sei.

Eine Gruppe junger geschäftlich gekleideter Menschen sitzt um einen Tisch und diskutiert.

Dr. Frank Sauer (Mitte) führte die "Jungen Sicherheitspolitiker" in den ersten Arbeitsschwerpunkt autonome Waffensysteme ein. Foto: BAKS/Mochow

Waffensysteme dieser Art, so Sauer, würden durch ihre vielseitigen, preisgünstigen und effektiven Einsatzmöglichkeiten das Gesicht der Kriegsführung technisch aber auch in ethischer Hinsicht maßgeblich verändern. Zur intensiveren Auseinandersetzung bildete der Arbeitskreis zwei Gruppen, die sich einerseits mit den Aspekten „Kriegs- und Konfliktbild der Zukunft“ sowie „Ethische und rechtliche Lösungswege“ befassten. Die Ergebnisse des Arbeitskreises werden direkt in die Arbeit der BAKS einbezogen.

Der Arbeitskreis „Junge Sicherheitspolitiker“ ist ein gemeinsames Projekt der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und des Freundeskreises der BAKS e.V. . Im Vordergrund der 2015 gegründeten Gruppe steht die Vernetzung von Nachwuchsführungskräften aus Politik, Behörden, Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichen Organisationen. Die Mitglieder werden ausschließlich auf der Grundlage persönlicher Empfehlungen gewonnen. Die Mitgliedschaft endet regulär nach drei Jahren.

Autor: Jan-Philipp Kardel