EZ-Kolleg des BMZ: Entwicklung und Sicherheit zusammendenken

Dienstag, 24. Oktober 2017

Das EZ-Kolleg ist ein neues Einführungsformat für Angehörige des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Leitthema dieses Jahr: Vernetzen und Handeln. Was liegt da näher als eine Station an der BAKS?

Zwei Herren im Anzug, der linke gestikulierend und in ein Mikrofon sprechend, sitzen in einem Seminarraum gegenüber einer Gruppe von Menschen.

BAKS-Präsident Dr. Karl-Heinz Kamp und der Leiter Lehre Dr. Martin Schuldes in der Diskussion mit den neuen Angehörigen des BMZ. Foto: BAKS

In zahlreichen Ländern der Erde wirken Gewalt und schwache staatliche Strukturen als schwere Hypothek für eine breitenwirksame und nachhaltige Entwicklung. Das zeigt: Sicherheit und Entwicklung stehen in einem engen Beziehungsgeflecht. Welche Dimensionen hat dieser Nexus zwischen Sicherheit und Entwicklung? Wer sind darin die relevanten Akteure und was bedeutet in diesem Zusammenhang „vernetztes Handeln“? Mit diesen Themen setzten sich bei einem Besuch an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik am 19. Oktober 2017 rund 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auseinander.

Das neue Einführungsformat des BMZ macht Station an der BAKS

Ein Herr im Anzug sitzt an einem Tisch und spricht gestikulierend in ein Mikrofon. Das Namensschild vor ihm weist ihn als den Leiter Lehre der BAKS Dr. Martin Schuldes aus.

Martin Schuldes (BMZ) wirbt als Leiter Lehre der BAKS dafür, entwicklungspolitische Perspektiven stärker in die sicherheitspolitische Diskussion einzubringen. Foto: BAKS

Das Treffen an der BAKS ist Teil eines neuen Einführungsformates – des EZ-Kollegs – für den Nachwuchs im BMZ, das in diesem Jahr unter dem Leitthema „Vernetzen und Verhandeln“ steht. Ziel des Seminarteils an der BAKS war es, den Nexus Sicherheit–Entwicklung aus ressortübergreifender Sicht vorzustellen und mit den jungen Kolleginnen und Kollegen aus dem BMZ zu diskutieren.

Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der BAKS Dr. Karl-Heinz Kamp stellten sich die beiden Vertreter des BMZ an der Akademie, Dr. Martin Schuldes und Knut Steinhäuser, den Fragen der interessierten Kolleginnen und Kollegen aus ihrem „Mutterhaus“. Dabei wurde deutlich: „Ein Mindestmaß an Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung.“ Nachhaltige Entwicklung brauche den Dialog und die partnerschaftliche Kooperation mit den verantwortlichen Akteuren vor Ort. Unsicherheit und daraus resultierende Unzugänglichkeiten von Partnern und Handlungsräumen hemmten wiederum Entwicklungspotenziale auf allen Ebenen. Umso wichtiger sei es, bei der Kooperation mit fragilen und konfliktanfälligen Staaten deutscherseits ein gemeinsames, vernetztes Vorgehen sicherzustellen, das zivile, polizeiliche und militärische Komponenten ressortübergreifend vereine.

Schuldes: Entwicklungspolitische Perspektiven einbringen

Dr. Schuldes' Fazit: „Wie das Treffen mit dem BMZ-Nachwuchs zeigt, bietet die BAKS eine dezidierte Plattform, um entwicklungspolitische Aspekte und Perspektiven in den sicherheitspolitischen Diskurs einzubringen. Daher freut es uns sehr, dass ein Teil des ersten EZ-Kollegs an der Akademie stattfand.“ Der Besuch sei zudem Ausdruck des vielschichtigen, wechselseitigen Zusammenhangs zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik, mit dem sich die BAKS auch weiterhin intensiv beschäftigen werde, so Schuldes weiter.

Autorin: Angela Mehrer