Sicherheitspolitik: Denn auf Europa kommt es an

Donnerstag, 26. Februar 2015

Königlich Belgische Verteidigungsakademie. Foto: RHID

Angesichts der neuen Herausforderungen für die europäische Sicherheitspolitik haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen belgischen Generalstabsausbildung an der Königlich Belgischen Verteidigungsakademie die künftige Zusammenarbeit mit Deutschland in militärischen Sicherheitsfragen diskutiert. Unter Leitung des Tutors der Generalstabsausbildung, Major i.G. Serge Stroobants, nahmen von deutscher Seite der Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Brüssel, Oberstleutnant i.G. Heino Matzken, und der Leiter der Informationsarbeit an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Oberstleutnant i.G. Martin Lammert,teil.

Lammert wies insbesondere darauf hin, dass Sicherheitspolitik im öffentlichen Diskurs bereits einen höheren Stellenwert erreicht hätte. Aber, so Lammert weiter, „auch in Deutschland muss die sicherheitspolitische Debatte intensiver als bisher geführt werden“. Der Wohlstand und die Prosperität Deutschlands seien eng mit Europa in seiner Gesamtheit verknüpft „und nicht zum Nulltarif zu haben“.

In der anschließenden Diskussion stellten die Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer aus sieben Nationen zahlreiche Fragen. So wurden der gegenwärtige Konflikt in der Ukraine als auch der Atomstreit mit dem Iran thematisiert. Interessanter Nebenaspekt: Ein südkoreanischer Lehrgangsteilnehmer interessierte sich für die Erfahrungen der Bundeswehr bei der Eingliederung von Soldaten der ehemaligen Nationalen Volksarmee im Zuge der deutschen Wiedervereinigung.

Einigkeit herrschte bei der Veranstaltung in Brüssel darüber, dass die Bemühungen von NATO, EU und der internationalen Staatengemeinschaft bei der Prävention und Bewältigung von Krisen und Konflikten intensiviert werden müssen, um den neuen Herausforderungen adäquat begegnen zu können.

Autor: Redaktion