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Freitag, 30. Januar 2015

Delegation des Kings' College zu Gast bei der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Foto: BAKS

Delegation des Kings‘ College diskutiert strategische Ansätze

Am vergangenen Mittwoch haben vier Besucher des international renommierten Londoner Kings‘ College ihre dreitägige Berlinreise mit einem Termin an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik beendet. Der Deutsch-Britische Dialog stand dabei ganz im Zeichen der Kooperation zwischen den beiden Häusern und rundete die vorangegangenen Eindrücke aus dem Bundeskanzleramt und dem Bundesnachrichtendienst ab.

Sicherheitspolitische Weiterbildung Hand in Hand

Was auf NATO-Ebene der sogenannte Comprehensive Approach ist, entspricht in der Bundesrepublik Deutschland in Teilen dem Ansatz der Vernetzten Sicherheit. Die Vertreter des weltweit bekannten Kings‘ College und der BAKS sind davon überzeugt, dass es – auch aus der wissenschaftlichen Perspektive – nicht ausreicht, diese beiden Ebenen getrennt voneinander zu beleuchten. „Wir wissen schon lange, dass wir den heutigen Bedrohungen rein militärisch nicht mehr begegnen können. Wir brauchen ressortübergreifende Problemlösungen. Wir brauchen aber auch den Schulterschluss mit unseren Nachbarn. Großbritannien ist hier ein wichtiger strategischer Partner“, sagte Botschafter Dr. Hans-Dieter Heumann, Präsident der BAKS. Gemeinsam im europäischen Verbund könnten aktuelle Herausforderungen gemeistert werden.

Den Blick nach vorn, den Horizont im Visier

Sicherheitspolitische Konzepte erfordern Weitblick. Im gemeinsamen Fokus der BAKS und des Kings‘ College standen bei den Gesprächen am Vormittag auch Themen wie „strategic foresight“ und „intelligence“. Der Britische Delegationsleiter, Prof. Maiolo, der in London internationale Geschichte lehrt, unterstrich die Bedeutung dieses Feldes. Das öffentliche Interesse an nachrichtendienstlicher Tätigkeit sei in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. Das Kings‘ College beschäftigt sich aus akademischer Sicht mit den Themen „intelligence“ und „Nachrichtendienste“.

Kooperation bedeutet Austausch

Die sicherheitspolitischen Experten beider Einrichtungen blicken der zukünftig engeren Zusammenarbeit mit großen Erwartungen entgegen. Insbesondere in einem Punkt sind sich die Vertreter der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und des Kings‘ College einig: Gegenseitige Besuche und regelmäßiger Erfahrungsaustausch sind eine gute Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit.

Autor: Redaktion