Kamp: Nukleare Abschreckung bleibt ein politischer Faktor

Freitag, 6. Februar 2015

Von nuklearer Abschreckung war lange nichts mehr zu hören. Doch Atomwaffen gibt es immer noch. Für NATO und Russland bleiben sie ein strategischer Faktor.

"Es gibt eine Vielzahl von Ländern, die über Atomwaffen verfügen und diese auch einplanen", sagt BAKS-Experte Karl-Heinz Kamp im Vorfeld des Treffens der nuklearen Planungsgruppe der Nato. "Die Nato hat entschieden, dass nukleare Abschreckung ein Faktor in der internationalen Politik bleibt." Denn auch Russland verfüge weiter über eine große Zahl von Atomwaffen.

Kamp wies darauf hin, dass Russland in militärischen Übungen den Einsatz von Atomraketen durchspiele, beispielsweise als Einsatz gegen die polnische Hauptstadt Warschau. "Das beunruhigt nicht nur die Polen, sondern die NATO insgesamt", so der Experte.

Das Treffen der nuklearen Planungsgruppe sei daher ein doppeltes Signal - an Russland, dass die NATO große Geschlossenheit zeige und an die osteuropäischen NATO-Mitgliedsstaaten, dass die Allianz zusammenstehe.

Das Interview im Wortlaut findet sich im Internet unter www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=54372131&type=a&xtmc=Kamp&xtcr=2.