Das Kuratorium, der Bundessicherheitsrat

Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik untersteht  ihrem Kuratorium – dem Bundessicherheitsrat (BSR). Das Kuratorium entscheidet über die grundsätzliche Ausrichtung der Akademie sowie über ihre Weiterentwicklung. Bei herausragenden Anlässen nimmt der/die Vorsitzende oder ein Mitglied des Kuratoriums die Außenvertretung der Akademie wahr.

Der Bundessicherheitsrat (BSR) ist ein Kabinettsausschuss der Bundesregierung. Zu seinen Kernaufgaben gehören neben der Genehmigung von Rüstungsexporten vor allem die Koordinierung deutscher Sicherheitspolitik sowie die Diskussion und Abstimmung ihrer strategischen Ausrichtung. Seine unregelmäßig stattfindenden Beratungen sind geheim.

Den Vorsitz des gegenwärtigen Bundessicherheitsrates führt der/die Bundeskanzler/in. Stellvertretender Vorsitzender ist der/die Vizekanzler/in. Ständige Mitglieder sind die Bundesministerinnen bzw. Bundesminister des Auswärtigen, der Verteidigung, der Finanzen, des Innern, der Justiz, für Wirtschaft und Technologie, für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Chef des Bundeskanzleramts. Weitere Bundesminister sowie andere, nicht der Bundesregierung angehörende Funktionsträger können zu den Sitzungen des Bundessicherheitsrates hinzu gezogen werden. Der Präsident der BAKS nimmt in der Regel einmal jährlich an der Sitzung des Bundessicherheitsrates teil.

Die Gründung des Rates wurde bei der 99. Sitzung des Bundeskabinetts am 6. Oktober 1955 beschlossen. Ausgangspunkt waren die Überlegungen des damaligen Bundesministers für besondere Aufgaben, Franz Josef Strauß, dass „die äußere Sicherheit nicht nur Soldaten zufallen könne und dass die Landesverteidigung auch von anderen Funktionen des Staates abhängig sei“. Die konstituierende Sitzung des daraus entstehenden Kabinettsausschusses „Bundesverteidigungsrat“  fand am 21. Oktober 1955 statt. Am 28. November 1969 wurde er in Bundessicherheitsrat umbenannt.