Kernseminar 2017 abgeschlossen

Freitag, 30. Juni 2017

Das Kernseminar für Sicherheitspolitik 2017 der BAKS ist abgeschlossen. Bei ihrer Verabschiedung im Schloss Schönhausen ließen die Absolventinnen und Absolventen die vergangenen drei Monate Revue passieren.

Gruppenbild Verabschiedung KS17

Vor historischer Kulisse: Der Abschluss des Kernseminars der BAKS fand auch 2017 wieder im benachbarten Schloss Schönhausen statt. Foto: BAKS/Dähnrich

Mit der feierlichen Überreichung der Abschlussurkunden endete am 30. Juni das Kernseminar für Sicherheitspolitik 2017 der BAKS. Akademiepräsident Dr. Karl-Heinz Kamp stellte das leidenschaftliche Engagement der Absolventinnen und Absolventen heraus: „Sie sind breit aufgestellt, international besetzt und verfügen über einen breiten Erfahrungshorizont“ - beste Voraussetzungen, um in einem anspruchsvollen Umfeld zu bestehen, so Dr. Kamp. Zur Sicherheitspolitik gehörten Vernetzung und Debatte. „Deshalb ist die Durchführung des Kernseminars für uns als BAKS kein Job, sondern eine Herzensangelegenheit“.

Der Blick aufs große Ganze - ohne die tägliche Praxis aus den Augen zu verlieren

Andreas Backhoff steht vor einem Fenster mit grünem Laubwerk im Hintergrund hinter einem weißen Pult mit dem Bundesadler in Anthrazit darauf und spricht gestikulierend in ein Mikrofon.

Seminarsprecher und Landespolizeidirektor Andreas Backhoff ließ die Erfahrungen des Kernseminars 2017 Revue passieren. Foto: BAKS/Dähnrich

Landespolizeidirektor Andreas Backhoff vom Innenministerium Brandenburgs, der gemeinsam mit Sandra Oelke von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit als Sprecher des Seminars agiert hatte, hielt die traditionelle Abschlussrede. Er nahm die Zuhörer mit auf die sicherheitspolitische Reise, welche das Kernseminar 2017 von Berlin über Brüssel und Washington bis nach Addis Abeba und Bamako geführt hat. Es sei der BAKS gelungen, sowohl den Blick auf das große Ganze internationaler Sicherheitspolitik als auch auf die täglichen Belange der Praxis zu richten, umriss Backhoff die gewonnenen Eindrücke. „Wir haben erlebt, was ein vernetzter Ansatz praktisch bedeutet, wo die Möglichkeiten – aber auch, wo die Grenzen liegen", so Backhhoffs abschließendes Fazit.

Hintergrund: Das Kernseminar für Sicherheitspolitik an der BAKS

Drei Männer stehen vor den drei Nationalflaggen der Schweiz, Frankreichs und Großbritanniens; der linke der drei übergibt an den rechten eine Mappe mit einer Urkunde.

BAKS-Präsident Dr. Karl-Heinz Kamp (links) und BAKS-Vizepräsident Thomas Wrießnig (mitte) überreichten die Seminarurkunden.
Foto: BAKS/Dähnrich

Die frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen verlassen die BAKS mit vielfältigen Eindrücken und neugewonnenen Kontakten für Ihre künftige Arbeit. Akademiepräsident Kamp ermutigte sie, als Teil der sicherheitspolitischen Community den vernetzten Ansatz aktiv in die Öffentlichkeit zu tragen und auch in Zukunft der Bundesakademie ihr Feedback zu geben: „Ihr Urteil zählt für uns – bleiben Sie uns gewogen!“

Das Kernseminar verfolgt das Ziel, Führungskräfte aus staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen auf sicherheitspolitische Aufgaben in einer immer enger zusammenwachsenden Welt vorzubereiten und untereinander zu vernetzen. Über die Grenzen der einzelnen Institutionen hinweg stehen ein umfassender Sicherheitsbegriff und der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis im Zentrum des Seminars. Neben Fachvorträgen und Diskussionen stellen hochrangige Gesprächsrunden mit Entscheidungsträgern und Feldstudien einen wesentlichen Bestandteil des Seminars dar. Der Schwerpunkt in diesem Jahr war Afrika. Die gemeinsamen Reisen führten nach Addis Abeba an den Sitz der Afrikanischen Union, nach Mali, wo Deutschland mit Bundeswehreinsätzen und in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert ist, zur NATO und zur EU nach Brüssel, zu den Vereinten Nationen nach New York und in das politische Zentrum der USA nach Washington. Den Abschluss des Kernminars bildete eine Szenarioübung, in der sich die Seminargruppe gegenüber hochrangingen Experten mit einem auf realem Kontext fußenden Krisenszenario auseinandersetzen und Lösungsoptionen zu erarbeiten hat.

Autor: Martin Langhorst