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Von Pankow in die Welt

Thursday, 4. July 2013

Sicherheitspolitik ist ihr Tagesgeschäft: Künftige Verteidigungs- und Militärattachés werden demnächst an deutsche Auslandsvertretungen in aller Welt entsandt.

Die Offiziere des deutschen Militärattachélehrgangs 2013 werden an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik zu aktuellen Fragen der Sicherheitspolitk unterrichtet.

Angehende deutsche Militärattachés - für ihren Einsatz in sicherheitspolitischer Hinsicht bestens gerüstet. (Quelle: BAKS)

Washington, London, Paris, Ankara, Addis Abeba, Taschkent, Pretoria und Neu Dehli sind nur einige Beispiele für die zukünftigen Dienstorte der siebenundzwanzig Offiziere. Welchen sicherheitspolitischen Fragestellungen werden sich die Attachés an ihren neuen Einsatzorten stellen müssen? Worin liegen gegenwärtig die deutschen Sicherheitsinteressen und wie lassen sie sich umsetzen? Wie wirken sich geopolitische Machtverschiebungen, die zunehmende Bedeutung des asiatisch-pazifischen Raums oder neuere politische Entwicklungen wie der Arabische Frühling auf Deutschland aus?

Diese und weitere Fragen wurden vom  3. bis 7. Juni an der BAKS von Experten aus der Wissenschaft, den Bundesministerien, von der Stiftung Wissenschaft und Politik und von den politischen Stiftungen behandelt. Ein früherer deutscher Botschafter in Kairo konnte genauso von seiner Erfahrungen berichten wie ein Ressortleiter einer großen deutschen Tageszeitung. Was es mit sich bringt, wenn man das erste Mal an einer deutschen Auslandsvertretung tätig ist, konnten Beamte des Bundeskriminakamts aus eigenen Erfahrungen anschaulich schildern. Ein Besuch im Bundesrat diente der Vorbereitung auf die vielen Nachfragen, denen man sich als Deutscher im Ausland ausgesetzt sieht, wenn das - im Weltmaßstab seltene - Modell des deutschen Föderalismus angesprochen wird. Bei einem Workshop zum arabischen Umbruch von Syrien bis Mali konnten die Teilnehmer Ihr Wissen einbringen und mit Experten für den arabischen Raum über eine der großen aktuellen Herausforderung europäischer Sicherheitspolitik diskutieren.

Dr. Hans-Peter Hinrichsen, Auswärtiges Amt, spricht zu Problemen und Umgang mit Massenvernichtungswaffen an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

Herr Dr. Hans-Peter Hinrichsen, Auswärtiges Amt, informiert eingehend über Probleme mit Massenvernichtungswaffen. (Quelle: BAKS)

Das Seminar an der BAKS ist integraler Bestandteil des deutschen Attaché-Verwendungslehrganges und bietet den Offizieren die Möglichkeit, ihre individuellen ressortübergreifenden sicherheitspolitischen Kenntnisse zu vertiefen und neue Fragestellungen aufzugreifen. Das Besondere des Programms an der BAKS ist die Vermittlung eines umfassenden, ressortübergreifenden Verständnisses von Sicherheitspolitik und damit einer „Vogelperspektive“ auf die sicherheitspolitische Landschaft. Ein Perspektive, die auch die zukünftigen Gesprächspartner im Gastland von unseren Attachés erwarten.

Autoren: Dr. Christian Fuchs & Prof. Dr. Wolfgang Bock