Leitfragen

Der Tisch dürfte aus den Medien bekannt sein - aber wie kommen die hier getroffenen Entscheidungen zustande? Foto: Oliver Ponsold/flickr/CC BY 2.0

Wie funktioniert eigentlich Sicherheitspolitik?
Wie bearbeiten Ministerien und Behörden sicherheitspolitische Problemstellungen? Und was bedeutet Vernetzte Sicherheit in der Praxis? Das Bundes-ministerium der Verteidigung und die BAKS bieten Studierenden aller Fachrichtungen regelmäßig die Chance, internationale Sicherheitpolitik in der Praxis kennenzulernen und mit Experten und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Unsere Flaggschiff-Veranstaltung dazu ist die jährliche Studierendenkonferenz Sicherheitspolitik gestalten.

Komplexität, Relevanz und Zeitdruck: Wenn eine wichtige Entscheidung ansteht, müssen die Fakten und Handlungsoptionen oft in nur eine Mappe passen. Foto: BAKS

Sicherheitspolitik erscheint oft "weit weg": Syrien, Mali oder Afghanistan liegen tausende Kilometer von Deutschland entfernt, und wir sind von befreundeten Staaten umgeben. Doch zeigen die Terroranschläge in Paris, London oder Berlin, die zunehmenden Cyberangriffe auf westliche Gesellschaften und die zunehmenden Flucht- und Migrationsbewegungen nach Europa, dass Konflikte in anderen Weltregionen sich auch auf die Bundesrepublik auswirken. Auch ist Sicherheitspolitik zumeist nur durch die Medien erfahrbar, etwa wenn über Gipfelbeschlüsse, Entscheidungen des Parlaments oder Ereignisse in einem Auslandseinsatz der Streitkräfte berichtet.

Sicherheitspolitik gestalten: Die erste Studierendenkonferenz an der BAKS fand
im Mai 2015 statt. Foto: BAKS/Mohr

Doch wie kommen sicherheitspolitische Entscheidungen zustande? Wie fließen Informationen und Analysen in die Entscheidungs-findung ein? Und worauf kommt es im Entscheidungsprozess an? Diesen Fragen widmet sich die Konferenz, indem sie sicherheitspolitisch interessierte Studierende mit Entscheid-ungsträgern und Experten aus der Praxis zusammenbringt. Dabei gilt es, in einer Arbeitsgruppe eine aktuelle sicherheitspolitische Problemstellung aufzubereiten und sie dann in einem Briefing einer Führungskraft zu präsentieren, um abschließend ein professionelles Feedback zu erhalten. Studierende bekommenso die Möglichkeit, die Anforderungen und Herausforderungen sicherheitspolitischer Entscheidungsprozesse kennenzulernen sowie mit Angehörigen von Ministerien, Behörden und weiteren Organisationen direkt ins Gespräch zu kommen.