Frohe Feiertage wünscht die BAKS

Mittwoch, 19. Dezember 2018

In seinem Brief zum Jahreswechsel wünscht BAKS-Präsident Dr. Karl-Heinz Kamp frohe Feiertage und gibt einen Ausblick auf die Vorhaben der BAKS im Jahr 2019.

Bunte Weihnachtssterne

Foto: Gertrud K./Flickr/CC BY NC SA 2.0

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde der BAKS,

ein spannendes und ereignisreiches Jahr 2018 geht zu Ende. Vieles hat mich überrascht, sei es im positiven oder negativen Sinne. US-Präsident Trump kündigte das Ende des INF-Vertrags an – Wolfgang Rudischhauser und ich haben uns in einem Arbeitspapier und auf der BAKS-Homepage dazu geäußert. Noch immer ist die Drohung auf dem Tisch und nukleare Aufrüstung scheint in Europa wieder möglich zu sein. Gleichzeitig bietet Nordkorea an, seine Atomwaffen aufzugeben. Wo diese Reise hingeht, ist noch ungewiss. Allein, dass sie beginnt, hätte vor einem Jahr aber kaum jemand erwartet.

Jens Stoltenberg

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf dem NATO Talk 2018. Foto: BAKS/Sommerfeld.

Auch die BAKS hat sich weiterentwickelt. Mit dem Basiswissenseminar für Jungreferenten schafft sie erstmals ein Angebot für neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen, die sich in verschiedenen Bundesressort erstmals mit Sicherheitspolitik befassen. Zahlreiche Krisen und Konflikte zeigen, dass die Welt nicht einfacher wird. Sicherheitspolitisches Grundwissen ist daher umso wichtiger.

Trotz all der Veränderung in- und außerhalb der BAKS ist auch Einiges konstant geblieben. Den NATO Talk Around the Brandenburger Tor richtete die BAKS zum fünften Mal in Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft aus. Auch das Deutsche Forum Sicherheitspolitik ist zur festen Größe im sicherheitspolitischen Terminkalender Berlins geworden. Seit der Wahl Donald Trumps ging es dort immer auch um die Frage: Wie eng sind heute noch die transatlantischen Beziehungen? Sehr eng, war jedes Mal die Antwort. Ich bin überzeugt, dass diese Frage auch im nächsten Jahr von Bedeutung sein wird. Nicht zuletzt deshalb haben wir Konferenzreihen zu diesem Thema mit dem George C. Marshall Center und dem American Insitute for Contemporary German Studies begonnen und werden sie auch im nächsten Jahr weiterführen.

Zu sehen ist das Gateway of India in  Mumbai

Dieses Jahr bereiste das Führungskräfteseminar Indien und Pakistan. Foto: Ben Beiske/Flickr/verkleinert/CC BY-NC-SA 2.0.

Auch sonst wird 2019 wieder ein buntes Jahr an der BAKS. Gleich im Januar beschäftigt uns mit dem Brexit ein eher bedauerliches Ereignis. Zusammen mit der britischen Botschaft in Berlin werden wir überlegen, was der Schritt sicherheitspolitisch bedeutet. Das Führungs-kräfteseminar reist 2019 nach Nordafrika, eine Schlüsselregion für Europas Sicherheit. Ich bin gespannt, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Reise berichten werden. Das Kernseminar wird erneut ins Baltikum reisen und in guter Tradition sicherheitspolitische Entscheidungszentren in Brüssel, New York City und Washington DC besuchen.

Ein besonders wichtiger Themenkomplex ist und bleibt die Digitalisierung. Cyber-Angriffe, künstliche Intelligenz und Autonomie in Waffensystemen krempeln die sicherheitspolitische Landschaft jetzt schon um. Die BAKS wird daher erstmals das Fachseminar Digitalisierung und Sicherheitspolitik anbieten. Es findet im April 2019 statt und richtet sich bewusst an ein breites Spektrum von Führungskräften.

Auch 2019 ist Ihr Feedback für uns von herausragender Bedeutung: Was halten Sie für wichtig, was nicht, und was fällt Ihnen auf? Schreiben Sie uns eine E-Mail oder sprechen Sie uns am Rande einer unserer Veranstaltungen an. Mir verbleibt, Ihnen herzlich für Ihr Interesse an unserer Arbeit zu danken und dafür, dass Sie uns auch 2018 die Treue gehalten haben.

Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019!

Ihr
Dr. Karl-Heinz Kamp

Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik